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Montag, 3. September 2007
Einen besonderen Leckerbissen für Fans progressiver Rockmusik gibt es am 15. September in der Rockhouse-Bar in Salzburg. Zusammen mit den beiden besten Prog-Bands der Region werden ALT F4 aus der Schweiz auftreten und damit ihren ersten Auslandsauftritt absolvieren. Das Line-Up: The Exhibition Traumpfad ALT F4 15. September, 20:00, Rockhouse-Bar, Salzburg Tickets im VVK (EUR 6,-) direkt bei den Bands, am einfachsten per email an alfi@TheExhibition.at (Ticketversand kostenlos), sowie an der Abendkasse (EUR 10,-) Infos: www.theexhibition.at www.traumpfad.info www.myspace.com/altf4musik http://www.rockhouse-bar.at
Montag, 4. Juni 2007
Heute fand die Generalprobe für die Genesis Turn it on Again Tour 2007 in Brüssel statt. Die Band spielte vor geladenen Gästen in einer Halle am EXPO-Gelände, in der auch in der letzten Woche die Proben stattfanden. Besucher berichteten die folgendende, meiner Meinung nach sehr schöne Setlist:
"Genesis Setlist 2007" vollständig lesen
Sonntag, 15. April 2007
Die Progger vom Chiemsee habens geschafft: Mit dem verdienten Sieg beim ersten von drei Halbfinali des Austrian Bandcontests und dem 6. Gesamtrang unter den 27 in den Semifinali vertretenen Bands schafften Traumpfad den Einzug ins Finale des Wettbewerbs, das am 1. Mai im Wiener Prater auf der "Rock gegen Rechts"-Bühne stattfinden wird. Bei freiem Eintritt werden 1000 Besucher erwartet. Traumpfad werden wiederum Fanbusse für die Fahrt nach Wien organisieren. Infos dazu auf www.traumpfad.info
Informationen zur Veranstaltung finden sich auf www.liveaward.com
Samstag, 12. November 2005
Das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln befindet sich im ehemaligen Sitz der Gestapostelle Köln im EL-DE-Haus (benannt nach den (phonetischen) Initialen seines Erbauers, dem Kölner Unternehmer Leopold Dahmen) und besteht aus einer Gedenkstätte im ehemaligen Hausgefängnis der Gestapo im Keller des Gebäudes und einer immens umfangreichen Dauerausstellung zum Nationalsozialismus in Köln in den beiden Obergeschossen, sowie wechselnder Sonderausstellungen. Die Gedenkstätte Gestapogefängnis erinnert eindringlich an die im Nationalsozialismus und speziell in diesem Haus begangenen Verbrechen. Die kleinen Zellen, in die oft bis zu 30 Gefangene zusammengepfercht wurden sind praktisch unverändert erhalten. Nach aufwändigen Restaurierungen konnten ca. 1800 Inschriften und Zeichnungen an den Wänden der Zellen freigelegt werden, teilweise mit Fingernägeln in die Wand geritzt legen sie Zeugnis ab von Leid und Angst, wie Selbstbehauptung der Gefangenen. Die Ausstellung zu Köln im Nationalsozialismus, geht über rein regionale Aspekte natürlich weit hinaus und ist einer der am Besten gemachten und umfangreichsten Ausstellungen zum Thema, die ich bisher besucht habe. Gedenkstätte wie Dauerausstellung seien jedem Köln-Besucher ans Herz gelegt. Infos
Montag, 24. Oktober 2005
Endlich Zeit und Muße gefunden, mir die beiden größten Jubiläumsjahr-Ausstellungen "Österreich ist frei!" auf der Schallaburg bei Melk und "Das Neue Österreich" im Belvedere zu Gemüte zu führen. Zwei Ausstellungen zu ähnlichem Thema, aber sehr unterschiedlich angelegt. Die Melker Ausstellung ist konservativer in der Präsentation und auch in der Themenwahl und Gewichtung. In schlechter alter "Stunde Null" Tradition beginnt der Darstellung der Jahre 1945-55 ohne Rückschau im Bombenkrieg über Österreich. Die großen Helden der Melker Ausstellung sind explizit die Niederösterreicher Figl und Raab, womit die Jahre 1945-55 auch überwiegend als ÖVP-Geschichte wiedergegeben werden. Die Ausstellung in Wien geht bis zum Zerfall der Habsburgermonarchie zurück, bietet eine sehr reichhaltige Kombination von Dokumenten (auch Video, Ton), Fotos, Alltagsgegenständen und Kunst; interpretiert den Austrofaschismus allerdings in ÖVP-Lesart, also als Versuch, den Nationalsozialisten Widerstand zu leisten. Überhaupt taucht der Begriff "Austrofaschismus" in keiner der Ausstellungen auf. Verwendet wird die Selbstbezeichnung des faschistischen Regimes, "Ständestaat".
Donnerstag, 20. Oktober 2005
Mein erster Kontakt mit der bayerischen Art-Rock/Psychedelic Band RPWL war der Song 3Lights von ihrem letzten Studioalbum World Through My Eyes, der sich auf einem Sampler des eclipsed-Magazins fand. In der Zeitschrift wurde ihre großartige Weiterentwicklung seit ihren Tagen als Pink Floyd-Coverband gepriesen, sie hätten ihren eigenen Stil gefunden. Nun, 3Lights, obwohl ein großartiger Song, vermochte das nicht zu bestätigen. Zu floydig, zu gilmouresk Kalle Wallners Leadgitarre. Der zweite Kontakt war die Nummer Roses, die Ex-Genesis-Sänger Ray Wilson auf der letzten Studioplatte einsang. Hat mich nicht umgehauen. Dank des Wilson-Faktors hats da aber schon ein wenig geklickt. Kontakt Nummer 3 war das „Rock im Zelt“ Festival in Peterskirchen, irgendwo in der bayerischen Pampa in der Nähe von Traunstein. Da mochten sie mich nur stellenweise zu überzeugen, zu ungewohnt das eher phlegmatische Auftreten von Sänger Yogi Lang, zu suboptimal wohl auch die technischen Verhältnisse auf der Bühne des kleinen Festzeltes, zu mitreissend wohl auch der vorangegangene Auftritt der Lokalmatadoren Traumpfad. Und jetzt kommt da diese neue RPWL-Live-Cd Start The Fire heraus und ich krieg sie nicht mehr aus dem CD Player!
Donnerstag, 13. Oktober 2005
Hans Krankl kann sich wirklich freuen. Er hat in Hannes Winklbauer, Sportjournalist der Salzburger Nachrichten, einen wahren Freund. Zu den peinlichen Auftritten des Nationalteams unter Krankl war Winklbauers Grundaussage stets, die Spieler hätten keine Qualität und Krankl taktisch und aufstellungstechnisch alles richtig gemacht. Und wenn die Spieler noch so desorientiert wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen agierten. Seit der Ablöse des Hansi K. behauptet Herr Winklbauer, Interimsteamchef Ruttensteiner, der Krankl immer kritisiert habe, würde nichts anders machen als dieser. Er würde auf das erprobte Team Krankls setzen. Scharner und Dober waren für H.K. freilich nie ein Thema. Das die Abwehr plötzlich viel besser agiert scheint keiner Betrachtung wert. Zum Auftreten Ruttensteiners vor dem Nordirland-Match und seiner Aussage: „Wir haben mehr Klasse als Nordirland.“ und der Siegeszuversicht fiel Herrn Winklbauer (Artikel vom 12.10.) ein, Ruttensteiner setze „wie Krankl“ auf Optimismus. Tja, Herr Winklbauer hat Herrn Krankls Aussagen vor Länderspielen offensichtlich nicht besonders aufmerksam verfolgt. Denn im Unterschied zu Ruttensteiner suchte jener vor jedem Match bereits die Ausrede für eine mögliche Niederlage. Kein Gegner war ihm schwach genug, um ihn nicht als gefährlich und als über Österreich zu stellen zu bezeichnen. Überhaupt lache man in Europa über Österreich. Außerdem habe er nunmal keine besseren Spieler zur Verfügung. Insbesondere gingen ihm die Legionäre ab (auf die verzichtete er ja oft freiwillig, quasi aus den Augen, aus dem Sinn). Gegen kein Team der Welt, war oft von Krankl zu hören, könne man von Österreich einen Sieg „erwarten“. Es wird für immer ein Rätsel bleiben, warum Krankl trotz des schlechtredens der eigenen Mannschaft als Motivator galt. Als Leser der SN konnte man sich trotz der nervenden lamentiererei, Krankl hätte sich die Heim-EM verdient (Womit eigentlich? Mit zwei vergeigten Qualifikationen? Mit Cordoba? Weil er so ein klasser Bursch und guter Freund vom Herrn Winklbauer ist?) immerhin über plötzlich gekünstelt kritische Berichterstattung zum Nationalteam freuen. Die Aufstellung Roman Wallners gegen Nordirland war gleich ein „Skandal“, während etwa die Nominierung des Zweitligakickers Ivo Vastic im Freundschaftsspiel gegen Schottland, obwohl er im folgenden Quali-Match gegen Polen gesperrt war, keiner Kritik würdig war. Ganz zu Schweigen vom Auftritt in Polen, ein Spiel das Österreich gewinnen musste, um zur WM zu fahren und folgerichtig (?) mit Hosenscheissertaktik und ohne jede Zuordnung im Defensivbereich antrat. Alles richtig gemacht von Hanse, nicht wahr, Hannes?
Sonntag, 9. Oktober 2005
Sonntags kommt meinereiner ja in den Genuß, mal einen Blick in die Kronen-Zeitung riskieren zu können, liegt sie doch zur *hüstel* freien Entnahme auf. Nunja, besonders gefesselt hat mich Herbert "Schneckerl" Prohaskas Analyse des vortägigen 0:1 Österreichs gegen England. Es sei "Krankls Team" gewesen, das diesen Achtungserfolg erkämpft habe. Unbestritten war ähnliches Spielermaterial am Platz, nicht wiederzuerkennen war jedoch die Kompaktheit der Abwehr, der auch zwei personelle Neuerungen Rückhalt verliehen: Dober und Scharner. Unter Krankl hätte Scharner nicht gespielt, er hätte auf Ferdl "Panik" Feldhofer gesetzt, hätte rechts den im Verein immer links spielenden Ibertsberger aufgeboten und links wohl Gercaliu, der im Unterschied zu Dober und Scharner keinerlei internationale Erfahrung hat. Was Ibertsberger wert ist, wenn er auf der ihm angestammten Position links in der Viererkette aufgeboten wird, konnte man gestern sehen. Überhaupt war es ein Spezifikum der Ära Krankl, Spieler auf ungewohnten Positionen einzusetzen. Insbesondere Debütanten! Man denke nur an den Stürmer Landerl, der sich für seine 45 Länderspielminuten beim 2:6 gegen Deutschland im linken Mittelfeld wiederfand. Oder Alen Orman, dessen gute Leistungen in der schottischen Liga Krankl wohl diversen Sportzeitschriften entnommen hatte, sich von Journalisten wohl zur Nominierung gezwungen sah (es war ja die Zeit des "Experimentierens"), und Ormans nicht-Eignung dann wohl demonstrieren wollte, indem er ihn gegen Norwegen ebenfalls links im Mittelfeld einsetzte. Ganze 45 Minuten lang. Heute spielt Orman für den FC Thun erfolgreich in der Champions League. Rechts in der Viererkette.
Das erste Match nach der viel zu langen Stagnation der Ära Krankl, und siehe da: plötzlich stimmt die Raumaufteilung, plötzlich stimmt die Zuordnung in der Defensive, endlich steht eine Mannschaft mit einem taktischen Konzept auf dem Platz. Nach dem unglücklichen 0:1 dann der nächste Fortschritt: statt zu jammern und zu lamentieren, herrscht Unzufriedenheit, die Gelegenheit verpasst zu haben, England, das einen schwachen Tag erwischt hatte, zumindest einen Punkt abzutrotzen. Das Auftreten des Teams insgesamt war beeindruckend: sichtlich mit Spielfreude und mit Selbstvertrauen, nichts zu sehen von dem Chaos und der Unsicherheit der Krankltage mit ihren Fehlpassorgien und Stellungsfehlern. Der "große Motivator", der sein Team in Wahrheit immer nur kleinredete um vom eigenen Unvermögen abzulenken, steht einer positiven Entwicklung hin zu einer konkurrenzfähigen Mannschaft nicht länger im Wege. Die Besten: Natürlich Torhüter Macho und Paul Scharner, beide von Krankl stets übersehen (eine Beobachtungsreise nach Kaiserslautern oder gar nach Norwegen hätte sich Hanseburli auch nie angetan), sowie Andreas Dober, der wie in den Champions League Spielen mit Rapid überzeugte. Am Mittwoch kommt Nordirland, da muss Österreich das Spiel bestimmen. Gerade in solchen Begegnungen tat sich die Nationalmannschaft zuletzt immer schwer. Bin gespannt, wie es sich diesmal anlässt.
Sonntag, 2. Oktober 2005
Na das gibt doch Hoffnung! In diesem Land fragt man sich ja wirklich öfter, wieviele Skandale, Mauscheleien und Fehlleistungen sich Politiker herausnehmen können, ohne dafür vom Wähler abgestraft zu werden. Zwar immer noch 38% für die ÖVP, aber nach der Schmutzkübelkampagne gegen alles Rote, mit der Klasnic et al das Land zugemüllt haben, war, analog zur NR-Wahl 2002, schlimmeres zu befürchten. Mich freut, dass das alte Leitmotiv jeder VP-Kampagane, dass nämlich das Land = die Partei sei ("Es geht ums Land", "Österreich wählen", "Es geht um unser Salzburg"...) zum 2. Mal nach der Salzburger Wahl nicht aufgegangen ist. Die Leute scheinen endlich zu merken, dass das tatsächlich der reinste Ausdruck der Machtbesessenheit der Bünde-Partei ist. Die glauben ja wirklich, dass ihnen das Land gehört. Schön, dass diese politischen Erbpachten in Österreich endlich der Vergangenheit angehören und auch mal eine andere Partei den Landeshauptmann stellt.
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